Die klerikale Presse wußte in ihrer gehässig verläumderischen Art ihren Lesern später, bei Gelegenheit ihres ganz unwürdigen Kampfes gegen mein Schauspiel »Die Brüder von St. Bernhard«, dessen Tendenz auch nicht im mindesten »Los von Rom!« ist, zu berichten, daß ich meinen Austritt aus dem Kloster bereue und ganz unglücklich sei. Ich kann demgegenüber nur immer wiederholen, daß ich auch nicht eine Minute meinen Schritt bereut habe bzw. bereue, und daß ich an der Seite eines lieben, guten und treuen Weibes, das verständnislos im Beichtstuhl ausgeübter Fanatismus eines jungen Kaplans ebenfalls zur Lehre Luthers geführt hatte, ein wahres, schönes und ungetrübtes Glück genoß, bis sie der Himmel mir nahm, zwei Jahre vor unserem goldenen Ehejubiläum. Die Zuschriften aber von katholischen Priestern, die mich um Rat und Hilfe baten in ähnlichen Nöten, wie ich sie durchgekämpft, ließen mich stets aufs neue dem Himmel danken, daß er mich den Weg finden ließ zu Martin Luther.


Vom Verfasser dieser Schrift sind unter andern (die vergriffenen sind nicht aufgeführt) erschienen:

»Der Klosterzögling.« Roman 6. Aufl. (Jena, Costenoble.)

»Marschall Vorwärts.« Erzählung. 4. Aufl. (Stuttgart, Süddeutsches Verlags-Institut.)

»Im Cölibat.« Novellen. 2. Aufl. (Wien und Leipzig. Wiener Liter.-Anstalt.)

»Der Ordensmeister.« Epische Dichtung. (Berlin, G. Grote, Sammlung von Werken zeitgenössischer Schriftsteller. Band 41.)

»Lützow's wilde Jagd.« Erzählung. 5. Aufl. (Leipzig, Abel & Müller.)

»Deutsche Treue.« Erzählung. (Ebenda.)

»Los von Rom.« Erzählung. 6. Aufl. (Stuttgart, Carl Müller & Cie.)