Sie liegt wie gewöhnlich auf dem türkischen Sofa oder einer Chaiselongue und liest ein Buch. Sobald sie mich erblickt, hebt sie träge den Kopf in die Höhe, setzt sich aufrecht und streckt mir die Hand entgegen.

»Immer liegst du,« sage ich, nachdem ich ein Weilchen geschwiegen und mich erholt habe. »Das ist ungesund. Du solltest dir irgendeine Tätigkeit zurechtmachen.«

»Was sagen Sie?«

»Ich sage, du solltest dir irgendeine Tätigkeit zurechtmachen.«

»Was für eine Tätigkeit? Eine Frau kann weiter nichts sein als entweder einfache Arbeiterin oder Schauspielerin.«

»Nun gut: wenn du also nicht Arbeiterin sein kannst, so werde wieder Schauspielerin.«

Sie schweigt.

»Du solltest heiraten,« sage ich halb im Scherz.

»Ich wüßte nicht, wen. Und es liegt mir auch nichts daran.«

»So, wie du lebst, das ist kein Leben.«