Henning erhob sich. „Das ist deutlich genug gesagt, und recht hat er auch. — Nur mußt du wissen,‟ wandte er sich an den Herrn des Hauses, „daß sie keine Ruhe gaben, bis alles heraus war. Da packt es mich dann, wie das Fieber. — Komm, Nizam! Das Mädchen ist an allem schuld, ihre Augen erinnern mich an so manches.‟

Knut blickte zum ersten Male auf die Fremde.

Lars hielt ihre Hand noch immer in der seinen, als wolle er sie nicht gehen lassen.

Knut stutzte und trat näher.

Nizam sah ihm trotzig in das Gesicht.

„Wenn es so ist,‟ erklärte er dann, ohne seinen Blick von dem Mädchen zu wenden, „dann bleib nur, Henning.‟ Dann sah er auf Lars, auf die verwirrten flüsternden Mädchen. „Von wegen dem jungen Volk meint' ich nur, dem verdreht so was gleich den Kopf, mir nicht, mir gewiß nicht! Wegen mir kannst du den Teufel selber an die Wand malen! Bleib nur, Henning!‟

„Danke, Knut, für deinen guten Willen,‟ entgegnete dieser, „aber wir gehen! Ein andermal! Ich wollt' sie euch nur einmal zeigen, damit die Mädels nicht am Sonntag in der Kirche die Köpfe zusammenstecken über mein braunes Kind. Komm, Nizam!‟

Das Mädchen drückte Lars die Hand, dann folgte sie dem Vater, ohne die Übrigen zu beachten.

Unter der niederen Thür blieb sie noch einmal im Dunkeln stehen, nur ihre Augen leuchteten, und die waren fest auf Lars gerichtet.

Ein Blick — ein Wink — mit Mund und Augen — gerade so war es, wie der Henning eben erzählte.