„Larrrs! Larrrs!‟ schnarrte Babe.
Nizam schlug stürmisch das Herz, pochten alle Pulse. Was willst du von ihm? Was will er von dir, der Verachteten? Sein Spiel treiben, weiter nichts! Aber seine Stimme klang so weich, und die blauen Augen blickten so treu — und hier war es so kalt und tot und — da drüben im Turme lockte das Leben, war ein Mensch, der sie lieb hatte, der einzige Mensch weit und breit.
Sie warf ein Tuch um. Nachsehen wollte sie wenigstens, ob es keine Täuschung war.
Der schmale Wattstrom, der Norderoog von P.... trennt, war fest gefroren, in wenigen Minuten war sie drüben.
Babe spreizte die Federn, stellte den Kamm auf und rief immer zorniger: „Larrrs! Larrrs!‟
Sie eilte in die Nacht hinaus.
Kein Lüftchen regte sich, nicht die Hand vor den Augen war zu sehen, nur das Fünkchen, jetzt ganz ruhig, stand hoch über der Erde.
Das Eis stöhnte und knallte. Ihr kleiner Fuß berührte es kaum, hier und da erhob sich ein unsichtbarer Vogel mit schwerem Flügelschlag, den sie in seiner Ruhe gestört.
Das Fünkchen leitet sie. Allmählich vergrößert es sich, ein Fensterbogen trat aus dem Dunkel, der feurige Schein gaukelt über zerfallenes Mauerwerk. Der Turm hob sich aus der Nacht, ihr alter Freund!
„Lars!‟ rief sie mit trockener Kehle.