Er trat vor, Nizam fest im Arme, die Faust am Messergriff im Gürtel.
Eine riesige Gestalt stand vor der Thüre des Hauses, regungslos.
Nizam schrie auf. Lars zog das Messer und sprang vor. Knut stand vor ihm.
„Schandbube! Hab' ich dich erwischt? Wart', ich will dir, mit Dirnen herumstreichen die ganze Nacht.‟ Er drang mit erhobener Faust auf den Bruder ein.
„Knut, ich warne dich!‟ Lars zuckte das Messer in blinder Wut, — da fühlte er schon seinen Arm gepackt mit eisernem Griff.
„Oh, ich glaub' es dir, wer einmal so weit ist, wie du, der ist zu allem fähig. Jetzt marsch nach Hause.‟
Er stieß Lars zurück, daß dieser in den Schnee taumelte. „Und du,‟ wandte er sich an das Mädchen, „ich warne dich — wenn du dem Burschen keine Ruhe läßt — mußt du fort. Ich sorge dafür. Verlaß dich darauf, Dirne!‟
Nizam lachte gell auf. Es schien aus keinem Mädchenmunde zu kommen, dieses Lachen.
„Du sorgst dafür? Wer bist denn du? Knut Götrek! Ein verliebter Narr, den die Eifersucht hierher getrieben. Aber ich hasse dich ebenso, wie ich deinen Bruder liebe. Jetzt weißt du's — und kannst gehen! Jawohl, blick' nur nicht so grimmig! Ich fürchte dich nicht, dich nicht und die anderen.‟
Sie sprang an Knut vorbei ins Haus.