Er zögerte, ob er nicht umkehren sollte.
Sie würden ihn nicht einlassen, ihn verhöhnen, dann geschah ein Unglück. In düstere Gedanken versunken schritt er seinem Hause zu.
Als er in den Schlafraum trat, erhob sich Lars von seinem Lager.
„Woher kommst denn du mitten in der Nacht?‟
Knut rieb sich die heiße Stirn, sein Blut pochte stürmisch in den Adern wie noch nie — hatte er das Fieber? Träumte er? Rasch faßte er sich wieder.
Er war ja noch ein Kind, der Lars — sein Kind, das er doch liebte wie ein Vater. Mitleid faßte ihn mit dem bethörten Jungen. Hatte es ihn doch selbst gepackt, die häßliche Glut, die er stets so verachtet.
„Ich komme von einem Ort, an dem die Sünde lauert auf mein Liebstes! Ich lasse es ihr aber nicht, ich ersäufe sie eher! Im Turm von P..... zeigt sich ein Licht, — ich kenne das Unglück, das es bedeutet, Lars —‟
„Und ich kenne das Licht und kann dir nur sagen, es hat mit einem Unglück nichts zu thun, im Gegenteil! Es sind die besten Geister, die da oben hausen —‟
Das war deutlich genug für Knut. Das war also ihr Liebesnest! Wilde Eifersucht, Haß und Neid stieg in ihm wieder auf, bei den Bildern, die sich jetzt in seinem Hirn woben.
„Na warte, ich werde sie schon ausräuchern, deine guten Geister,‟ sagte er in völlig verändertem Tone, das Licht auslöschend, „gründlich, verlasse dich darauf!‟