Der Kapitän ergriff sie nicht. „Nützt nichts — gerade heraus — der Junge steht dazwischen, den Ihr Euch aufgebunden —‟
„Der Lars?‟
„Ja, der Lars, — der gehört doch einmal her, — der dritte aber will ich nicht sein, mit dem nicht, mit dem Buben. Hat es denn seine Richtigkeit mit der Heirat? Mir könnt Ihr's ja sagen, — die Leute glauben nämlich nicht daran, — seit wann traut man denn Kinder?‟
Hansons Stirn zog sich in zornige Falten, und der rote buschige Schnurrbart sträubte sich.
„Das müßt Ihr mit Eurem schwedischen Pastor ausmachen — bei uns wär's nicht so leicht gegangen. Wenn er nicht nachgiebt! Mein Gott, die Nizam, was wußte die davon! Ich habe keine Zeit gehabt, ihr Religionsstunden zu geben auf dem Schiff. Sie wollt' ihn einfach haben. Ins Wasser wäre sie mir gegangen, hätt' ich nein gesagt —‟
„Laßt Euch auslachen, — ins Wasser, die? Wegen dem Burschen? Hättet Ihr sie nur aufs Schiff gebracht ohne ihn, — sie wäre nicht ins Wasser gegangen, ich steh' Euch gut, — wäre nur der verdammte Pfaffe nicht gewesen, heut noch, Henning, kriegt' ich sie herum —‟
„Und Ihr hättet sie wirklich —?‟ Ein ärgerliches Erstaunen malte sich in Hennings Zügen.
„Zu meiner Frau gemacht hätte ich sie, was denn sonst, und alles wär' in schönster Ordnung.‟
„Verdammt! Kapitän Hanson! Das wäre freilich —‟ Henning preßte die Faust auf den Tisch und schüttelte den Kopf; „aber wer kann das wissen —‟
„Das muß man wissen, daß so ein Weib, wie Eure Tochter, zu gut ist für einen — wenn man Augen im Kopfe hat. Ich hasse den Tölpel, — gerade heraus.‟