Es war im Monat Juli des Jahres 1881, der schändliche Stabsarzt begab sich an die Seeküste, um seine verfluchte Seele zu erfrischen; zwei Fährleute, die mit ihrem Boot in der Nähe waren, fragten, ob sie ihn begleiten sollten, wenn er hinausschwimmen wolle, er lehnte es ab, die Schiffer zogen sich in eine Strohhütte zurück und schliefen ein.

Es war gegen Mittag, der Lieutenant zog sich aus, setzte sich einen großen Strohhut auf und glitt über das Wasser; die Schiffer wachten auf und sahen den Strohhut auf dem Wasser, sie dachten, der Lieutenant muß viel Hitze haben, denn es dauerte eine Stunde und er kam nicht heraus; endlich fahren sie mit ihrem Boot an den Strohhut heran, der aber hinwegtrieb; einer streckt nun die Hand aus und ergreift den Hut – der Lieutenant war verschwunden. Die Schiffer begaben sich nach dem Kasino und erzählten den Vorfall.

Alle Soldaten, Offiziere, Chargierten begaben sich nach der Küste und stellten sich am Ufer auf, und warteten, ob der Lieutenant den Wogen entsteigen wird, wie einst Venus dem Meeresschaum. Fünf Tage und fünf Nächte dauerte das, der Kommandant fuhr nach Venedig und hielt Vortrag, darauf wurde die ganze Bucht mit Schiffen aller Art nach dem elenden kleinen Lieutenant abgesucht und endlich am siebenten Tage wurde er zehn Kilometer von der Küste aufgefischt – unförmig, ein ekler Haufen, ohne Augen.

Er wurde auf dem Lido begraben; als die Soldaten an seinem Grab vorbeigingen, spuckte jeder aus und sandte ihm einen Fluch in die geweihte Erde nach, dem Stabsarzt Ger…, der Seewasser zu verschreiben liebte.

Er sei verflucht!

Mein Arrest ging zu Ende, meine Kameraden nahmen mich unter die Arme und schafften mich nach dem Lazarett in Venedig, ich litt am Skorbut – zwei Monate lang blieb ich dort.

Kaum war ich wieder in der Kompagnie, als der Oberst mich zu zwanzig Tagen Arrest bei Wasser und Brot verurteilte, aber der Hauptmann Ter… behielt mich dreißig Tage in Arrest, damit ich mich stets an ihn erinnere, den charmanten Hahnrei Alessandro Ter…

Er sei verflucht!

Ich fügte mich und ging in Arrest, sogleich kam der Hauptmann, schimpfte und schmähte mich und sagte hohnlachend:

»Sie leben hier wie ein Fürst, Sie werden dick und fett wie ein Schwein, ich werde darüber nachdenken, wie ich Sie hier immer behalten kann.«