[8] Biologie et sociologie. Réponse à M. A. G. Bianchi. S. 3–19 der Archives d'Antropologie criminelle, Januar 1893.
[9] Die gesperrt gesetzten Stellen sind im Manuskript unterstrichen.
[10] Die fett gedruckten Stellen erscheinen im Manuskript größer und auffälliger geschrieben, als ob M… durch dieses Mittel den Worten mehr Nachdruck verleihen wollte.
[11] Bemerkenswert ist der Zweifel über die psychologische Beschaffenheit, in der der Totschlag vollbracht wurde. Dies ist lehrreich für die Unterscheidungen in unserer Rechtsprechung.
[12] Beachtenswert ist der Abscheu, den M… vor denjenigen zeigt, die nicht mehr und nicht weniger thaten, als er. Und bemerkenswert ist auch, wie er sein Vergehen vergessen hat, als ob es gar nicht geschehen wäre.
[13] Um die Strafe exemplarischer und sittenbessernd zu machen.
[14] Dieser asketische Fatalismus begegnet sich mit dem abergläubischen Fatalismus, von dem M… eine Probe in den Vorbemerkungen zum ersten Teil giebt, wie z. B.: »Der Stern, der Dir im Mutterleibe strahlte, wird Dir ins Grab folgen.«
Beide kontrastieren dann mit dem nicht seltenen Hinweise auf die Möglichkeit einer Entwicklung des Intellekts, durch Arbeit und Anstrengung des Verstandes, in welche M…, man möchte sagen durch unbewußte Intuition, verfällt. In denselben Vorbemerkungen sagt er: Wer den Verstand nicht zu beherrschen weiß, kommt gar rasch ins Gefängnis, und in dem Brief an seinen Sohn fügt er hinzu: Bilde Dir aus der Erziehung eine zweite Natur.
[15] Hieraus geht hervor, daß der Mord, wegen dessen M… unter Berücksichtigung aller mildernden Umstände verurteilt war, nicht seine einzige Unthat war, so gerne er auch seine Beziehungen zur Camorra übergeht.
[16] Was für moralische Widersprüche in diesem Manne! Erst sagte er, daß er sich anständig halten wolle, um ruhig nach seinem Hause zurückzukehren, dann ißt und trinkt er vergnügt und spricht von den Schandthaten der Camorra. Er enthüllt unter Namensnennung camorristische Beschlüsse und verschanzt sich dann hinter seiner Pflicht als Camorrist und hinter der Ehrfurcht vor Gott, um nicht von weiterem zu erzählen.