Und um diese schon etwas lange Anmerkung zu schließen, will ich hier eine Probe des seltsamen telegraphischen Alphabets geben, das in den Gefängnissen im Gebrauch ist. Die Zahlen geben die Schläge an.

1–1=a; 1–2=b; 1–3=c; 2–1=g; 2–3=h; 3–1=m; 3–2=n; 4–1=r; 4–2=s; 4–3=t u. s. w.

[31] Charakteristisch für den geborenen Verbrecher ist seine geringe Zuneigung. M…, der erst nur begeisterte Worte und Segenswünsche für den Direktor des Gefängnisses in Lucera hatte, verflucht ihn jetzt wiederholt. Wahrscheinlich machte dieser den M… glauben, daß er nach Kalabrien gebracht werden solle, um ihn gutwillig zur Abreise zu bestimmen, da M… in seiner Eigenschaft als einflußreicher und gefürchteter Camorrist irgend welchen Aufstand hätte hervorrufen können.

[32] Ein echt verbrecherischer Zug, der sich durch nichts rechtfertigen läßt.

[33] Dies ist das Facsimile des Stempels, der sich im Manuskript des M… fand. Es ist unverständlich. Man erblickt zwei Degen, ein Auge und andere Zeichen, die ich vergebens mit den camorristischen Tätowierungen und den Verbrecherhieroglyphen in Einklang zu bringen versucht habe.

[34] Ein neuer Beweis für das, was ich von der Schwäche der Beamten der Camorra gegenüber gesagt habe.

[35] Man beachte, daß er selbst ein Sodomit ist, wie sich in der Folge zeigen wird.

[36] Der Abschnitt, mit dem dieses Kapitel schließt, trägt unzweifelhaft den Stempel der Verrücktheit an sich; aber man sieht ein, daß der erste Entwurf alles andere als vulgär ist – es ist derselbe, den Shakespeare durch den Mund einer seiner Persönlichkeiten ausgesprochen hat, welche an die Unendlichkeit der Welt denkt und sie mit der unendlichen Kleinheit des Menschen, mit der Relativität aller seiner Abstraktionen in Gegensatz stellt. Auch die Shakespeare'sche Persönlichkeit versinnbildlicht die menschliche Thätigkeit in einer Reihe von Träumen.

Aus einer Sammlung von poetischen Manuskripten des M… nimmt der Herausgeber hier zwei heraus, welche rein philosophische Themen behandeln und welche von der seltsamen Verbrecherphantasie eine Vorstellung geben.

[37] Derselbe, den er vorher als einen »gelehrten und geistreichen Mann« bezeichnete.