[60] Und dabei glaubt er ein gutes Werk zu thun, weil er den Liur… retten will, und weil dieser unter ähnlicher Anklage steht, wie M… selbst, als er unschuldig verurteilt wurde, erfindet er eine Reihe von Unwahrheiten und stellt andere als Verleumder hin. Eine merkwürdige Auffassung vom Guten!
[61] Diese Übertreibung in pejus bildet den logischen Gegensatz zu der vorherigen optimistischen Übertreibung. Jeder begreift, daß die Lebensbedingungen sich nicht so sehr ändern konnten. Dieser leidenschaftliche Gigantismus ist charakteristisch für die Epileptiker.
[62] Wiederum die gewöhnliche Übertreibung der Zuneigung, die der Übertreibung des Hasses entspricht.
[63] Sollte es nicht vielleicht die Furcht gewesen sein, daß die Beamten sein Treiben in den Bergen von Daffina verrieten?
[64] In diesem letzten Teil der Schrift des M… wird der Leser einen wahren Verfolgungswahn, eine wahnsinnige Erregung und einen Verfall des Intellekts beobachten. Ich veröffentliche ihn, weil er die Psychologie des Typus mit großer Treue zeigt, den leidenschaftlichen Gigantismus, welcher das Erbteil der Epileptiker ist, wiedergiebt, und gleichzeitig die Geschichte des M… abschließt, indem er sein letztes Verbrechen in gewisser Weise erklären hilft.
Dieser Teil entbehrt auch der sinngemäßen Anordnung; er besteht aus leidenschaftlichen Impressionen, die nicht von realen und augenfälligen Thatsachen, sondern von Hallucinationen hervorgerufen sind, wie sich aus dem Prozeß ergab und wie M… in einem Augenblick der Ruhe selbst zu erkennen scheint, wofür der Brief an den Bruder, der am Schlusse veröffentlicht ist, Beweis ablegt.
[65] Daß er die einzelnen Teile seiner Schriften mit einem Brief an den Sohn beginnt, ist ein Charakteristikum des Graphomanen.
[66] Hier bricht die Erzählung ab.
[67] Das folgende ist ein Teil der Verteidigungsrede des M…, als er wegen Mordversuches auf seine Schwägerin vor Gericht stand.
[68] Hier folgt die Wiederholung derselben Worte, die im Anfang dieses Kapitels sich befinden.