In Monteleone kam ich am Abend des vierten August an, am folgenden Tage sollte ich den Assisen vorgeführt werden.

Der Anwalt Herr Chimirri kam zu mir und sagte mir, daß er in Geschäften in Monteleone sei und daß er aus reinem Zufall erfahren habe, daß meine Sache verhandelt werden solle. Meine Verwandten waren nicht gekommen, Entlastungszeugen waren nicht vorhanden; so erwarteten mich denn zwanzig Jahre Zwangsarbeit.

Herr Chimirri kam nicht in Verlegenheit, die Schlauheit der Advokaten geht weit.

»Geben Sie mir rasch vier Personen aus Ihrer Heimat an, die entweder tot oder im Ausland sind.«

»Pasquale Colace fu Francesco, Leonardo Calzona di Francesco Antonio, Marco Colace fu Francesco Antonio, Antonino Mazzitelli di Vincenzo.«

Er schrieb die armen Verstorbenen in sein Notizbuch und ging.

Ich werde in den Gerichtssaal geführt, nehme auf der Anklagebank Platz, die Geschworenen werden ausgelost, als alles in Ordnung ist und ich verhört worden bin, werden die Belastungszeugen gerufen, deren acht waren, die Rache gegen mich schnoben und mich als einen wahren Mörder hinstellten. Es werden die Entlastungszeugen gerufen, der Gerichtsdiener öffnet die Thür des Zeugenzimmers und ruft:

»Pasquale Colace fu Francesco.«

»Nicht erschienen.«

»Marco Colace fu Francesco Antonio.«