»Aus Tropea.«
»Aus Neapel, ich war auf dem Colleg.«
Der Apotheker unterbrach unser Gespräch, das wer weiß was für ein Ende hätte nehmen können.
»Nun kommt mit mir zum Essen«, sagte Ortona. Die vier Seminaristen erheben sich und folgen dem Hausherrn, ich stehe ebenfalls auf, werfe dem Bischof einen Blick zu und begebe mich mit den andern in ein großes Zimmer, einen wahren Speisesaal. Wir setzen uns zu Tisch, jeder erhält eine halbe Literflasche Wein, es kommt eine Schüssel mit Käse, eine andere mit Schinken, dazu frisches Brot. Ich esse von allem, trinke noch eine Flasche Wein, dann gehen wir; ich in einen Gasthof, um zu ruhen, denn schlafen kann ich nicht – wer aus dem Gefängnis kommt, gewöhnt sich nur langsam wieder an den Schlaf der Freiheit.
Tags darauf fuhren die drei Seminaristen und ich auf dem Lastwagen ab, der mit Decken und Matratzen belegt war; als wir nach einem Ort namens Piozzi kamen, sehe ich hinter uns einen Menschen herlaufen; ich lasse den Wagen anhalten und wir sehen, daß es Silvestro C… ist, der nach Monteleone gegangen war, dort aber keinen Wagen gefunden hatte und nun sechs Stunden gelaufen war, um uns einzuholen – ein nettes Vergnügen!
In Tropea verließ ich die Seminaristen und ihren Wagen und ging mit Silvestro C… in einen Gasthof. Dort fanden wir einen schurkischen Mönch, der sich uns anschloß; wir ließen uns Würstchen braten und Wein und Brot bringen und aßen und tranken zu drei.
Nachher wollte der schurkische Mönch nicht bezahlen; Silvestro C…, vom Wein umnebelt, fängt an zu lallen, der Mönch antwortet ihm ebenfalls lallend.
Silvestro C… glaubt, daß der Mönch ihn verhöhnt und fängt an zu schimpfen, auf den Mönch, die Priester, den Papst und die ganze Klerisei.
Der Mönch wird nun auch zornig und benennt C… mit häßlichen Worten, sie fassen sich an, ziehen sich hin und her und lallen.