„Aber sie werden alle verwelken, wenn du sie in einen Strauß bindest.“
„Ich will auch keinen Strauß daraus machen. Ich werde eine von Vaters großen Zinnschüsseln nehmen, die er für das Hundefutter gebraucht, und die Pflanzen im Wasser schwimmen lassen.“
So machten sich Peter und Grete also nach ihrem Lieblingsteiche auf den Weg.
„Sieh, Peter, ich muß eine von jenen schönen gelben Wasserrosen haben mit ihren großen glänzend grünen Blättern und eine von ihren sonderbaren Samenkapseln, die zurückbleiben, nachdem die gelben Blumenkronblätter abgefallen sind. Ich weiß, daß die Pflanze einen dicken Stamm im Schlamm unten im Teiche hat, und die langen Stengel wachsen gerade herauf, so daß die Blätter auf der Oberfläche des Wassers schwimmen. Kleine Käfer kriechen in die Blüte hinein und holen Honig aus dem Innern der gelben Blüte.“
„Dann muß ich einige von jenen weißen Sternen mit dem gelben Punkt in der Mitte haben. Sie sehen so hübsch aus zwischen den feinen grünen Blättern, die in drei Lappen geteilt sind. Das ist der Wasserhahnenfuß, und wenn du etwas davon mit deinem Stock heranholst, so werden wir sehen, daß die Pflanze noch andere Blätter unter dem Wasser hat, die in feine Streifen gespalten sind wie schmale Grashalme.“
Weiße und gelbe Wasserrose.
II. 8.
„Warum sollte sie zwei Arten von Blättern haben, Grete?“
„Die eine Art sind die schwimmenden Blätter, die auf dem Wasser liegen. Auch die Blüten ragen aus dem Wasser heraus, so daß die Insekten an sie herankommen können. Die anderen Blätter sind feiner und breiten sich im Wasser aus. Und sieh, Peter, die gelben Linien auf den weißen Blüten zeigen gerade nach dem schmalen Ende des Blütenblattes, wo die Insekten den Honig finden.“