Zweig der Lärche mit Zapfen.

Bei der Lärche, die besonders häufig in kälteren Ländern anzutreffen ist, und der Zeder, die vom Libanon in Palästina kommt und bei uns häufig in Parkanlagen, Gärten usw. anzutreffen ist, wächst der Samen gleichfalls in Zapfen, aber diese Bäume sind recht verschieden von der Kiefer und Fichte. Ihre nadelförmigen Blätter sind sehr dünn und stehen zu Büscheln von 18 oder 20 zusammen in derselben Scheide. Die Zapfen der Zeder stehen aufrecht und sind eiförmig, aber dieser Baum erzeugt in Deutschland selten Zapfen.

Lärchenzapfen sind ganz klein, nicht größer als 2 bis 3 cm lang; sie wachsen in einer Reihe an den Zweigen. Die holzigen Schuppen liegen nicht sehr dicht übereinander.

Ich denke, ihr könnt die Zapfen von allen diesen Bäumen, ausgenommen die der Zeder, finden. Natürlich muß man nach den Zapfen der Fichten und Lärchen im Herbst suchen, weil sie jedes Jahr reif werden; aber Kiefernzapfen sitzen das ganze Jahr hindurch auf den Bäumen. Wenn ihr diese Bäume im Frühling und im Anfang des Sommers anseht, so werdet ihr die männlichen Blütenstände an den Zweigen stehen sehen. Der gelbe Blütenstaub wird dann in ganzen Wolken umhergeblasen, so daß er auf die Narben der Samenknospen in den jungen Zapfen fällt.

Zweig der Eibe.

1. Mit Blüten im Frühling.

2. Mit roten Beeren und Samen im Herbst.

Kiefern, Fichten und Zedern sind immergrüne Bäume. Ihre Nadeln bleiben drei oder mehr Jahre lang auf dem Baume, und da die Zweige nicht von demselben Alter sind, so fallen sie in verschiedenen Jahren ab, so daß die Bäume immer grün sind. Die Lärche hingegen wirft ihre Nadeln jedes Jahr ab, und man kann sie leicht im Herbste an ihren kahlen, herabhängenden Zweigen erkennen, die mit kleinen braunen Zapfen bedeckt sind.