Endlich kennt ihr wohl den schädlichen Drahtwurm, der sich dicht unter dem Boden hinwindet und alles frißt, was er findet. Um ihn zu beseitigen, muß man den Boden sehr rein halten, denn er liebt es, sich in allen möglichen Abfällen zu verstecken. Man tut auch gut, etwas Kali oder Kalk unter die Erde zu mischen. Wenn es auch sehr mühsam ist, so kann man auch einige Kartoffelscheiben dicht unter die Erde legen und einen kleinen Zweig hineinstecken, um zu zeigen, wo sie zu finden sind; der Wurm wird dann am frühen Morgen leicht unter diesen zu fangen sein.
Suche Gemüse mit: 1. einer Wurzel, 2. einer Zwiebel, 3. einem Stengel, 4. einer Knolle.
Lektion 16.
Wie der Samen wandert.
Im Herbst, wenn die Pflanzen aufgehört haben zu blühen, haben wir genug zu tun, um die Früchte zu betrachten und zu untersuchen, wie sie ihre Samen verbreiten.
Einige streuen sie ganz in ihrer Nähe aus. Die Klatschrose hat, wie wir sahen, eine harte Frucht mit kleinen Öffnungen unter dem Deckel. Wenn sich der Stengel biegt, so fällt der Samen durch dieselben hindurch und keimt auf dem Boden ringsherum.
Wenn man die trockenen Samenkapseln des wilden Storchschnabels betrachtet, so wird man finden, daß jede derselben sich von unten auf zusammengerollt hat. Dann lösen sich die fünf kleinen Röllchen von dem Stab in der Mitte, und die Samen wandern weg.
Auch das gelbblühende Springkraut, das in ganz Deutschland wild wächst, und von dem man eine ausländische Art, die vielfarbige Balsamine, sehr häufig in unseren Gärten findet, hat eine besonders interessante Samenkapsel. Wenn sie reif ist, springt sie auf und schleudert den Samen umher. Man kann sich einen hübschen Scherz machen, wenn man jemand veranlaßt, eine reife Kapsel zu berühren, und dieser plötzlich zurückfährt, wenn sie mit einem kleinen Knall in seiner Hand zerspringt. Deshalb wird die Pflanze oft „Rührmichnichtan“ genannt.
1. Klette. 2. Storchschnabel, bei s sind fünf Samenkapseln aufgerollt.
Aber manche Pflanzen haben das Bedürfnis, ihre Samen noch weiter fortzutragen, als es auf diese Weise geschehen kann. Denkt nur daran, wie viele Blumen an einer Hecke zusammengedrängt stehen. Wenn die Samen alle dicht um sie her fielen, so würden sie einander ersticken. Deshalb versuchen die Pflanzen ihre Samen auf alle mögliche Art und Weise zu zerstreuen.