So wird auch bei der Hagebutte der wilden Rose der grüne Blütenboden groß und weich und färbt sich glänzend rot, gerade wenn der Winter kommt, und es nicht viele Nahrung mehr gibt. Die Vögel kommen und picken daran, und die Früchte in ihrem Innern hängen sich an ihre Schnäbel oder werden mit gefressen und so fortgetragen.

Ihr wißt, daß in einem harten Winter die Beeren der Eberesche und der Mistel, die Hagebutten und die Mehlbeeren und selbst die Beeren der Eibe und des Geißblattes schon vor Weihnachten verschwunden sind. Aber vermutlich wußtet ihr nicht, daß die Vögel den Samen umhertragen, so daß er im nächsten Jahre anderswo wächst.

Aber wenn ihr die Augen offen haltet, so könnt ihr noch viele ähnliche Dinge wie diese lernen, die Kinder, welche in Städten eingeschlossen sind, gar nicht zu sehen bekommen. Ihr könnt euch glücklich schätzen, daß ihr auf dem Lande zwischen Vögeln und Blumen lebt. Ihr atmet die frische Luft, die von Blumenduft erfüllt ist, ihr pflückt eure eigenen Blumen und zieht eure eigenen Gemüse und Früchte und könnt beobachten, wie die Pflanzen in eurem Garten unter eurer Pflege in jedem Jahre schöner werden.

Suche die Früchte des wilden Storchschnabels, des Springkrautes, des Löwenzahns, der verschiedenen Distelarten, des Klebekrauts, der Klette, der Rose, des Weißdorns, des Geißblatts, der Eibe und anderer Pflanzen.

Kinderaugen in der Natur

Erstes Buch
Tiere und Pflanzen in Wald und Feld

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Zweites Buch
Am Teich- und Flußufer

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