Toni (hat ihr Nähzeug auf den Tisch gepackt, ist aufgestanden, an’s Fenster getreten und nimmt nun Walter an die Hand): Komm, Walterchen!

Walter (hat sie von unten auf umfasst und sieht zu ihr empor): Ach, lass mich doch! Ich hab’ ja solche Angst! ... Ich wart’ hier lieber am Fenster!

Toni: Dann geh ich auch nicht schlafen! Na?

Walter (weinerlich): Ach! — (Macht sich von ihr nach dem Fenster zu los.)

Toni: Komm!

Walter: Gleich! (Sieht durch das Fenster.) Jetzt! (Lässt sich von ihr nach der Kammer führen. Schluchzt. Während die Thür aufgeht, sieht man noch das Licht brennen, das Albert sich angesteckt hat. Toni bückt sich, küsst Walter und drückt dann die Thür wieder zu. „Gute Nacht!“)

Walter: Ach, lass doch die Thür ’n bischen auf!

Toni: Na ja! ... So! ... (Eine Weile noch sieht man durch den Spalt das Licht, dann verlischt es. Toni macht sich still wieder an ihre Arbeit.)

Frau Selicke: Nein! So ein komischer Junge! Sich so abzuängstigen! ... Ueber was man sich nich alles ärgern muss? ... Nein! ... Ach! Na — ich sage auch schon! ...

(Kleine Pause. Im Bett Husten und Stöhnen.)