Toni (man merkt ihr grosse Ermattung an): Lass nur, Mutterchen! ... Ich will das schon alles besorgen! Du musst unbedingt ein bischen ruhn! Komm, Mutterchen! Komm! ...
(Frau Selicke lässt sich willenlos von ihr langsam zur Kammer führen. Toni drückt leise die Thür hinter ihr zu. Sie bleibt einen Augenblick mit allen Anzeichen grosser Müdigkeit bei der Thür stehen, nimmt sich dann zusammen und macht ein paar Schritte auf die Küchenthür zu. — Die Uhr schlägt neun.)
Wendt (beim Bett, leise): Und heute — wollt’ ich — mit Deinen Eltern reden ...
Toni (äusserst abgespannt): Was? .. Neun schon? ... Ach ja, ich muss ja noch ... Sie müssen ja — um elf — fort ...
(Sie geht mit müden Schritten, wie mechanisch, auf die Küchenthür zu.)
Wendt (wiederholend): Fort ...
Toni (stehen bleibend, ihn mit ausdruckslosem Blick ansehend): Was? ...
Wendt (mehr ängstlich, als überrascht): Und — Toni! Du sagst „Sie“?!
Toni: Wie? Ach so ... hab’ ich ... Ach ja! (Mit einem müden Lächeln): Das ist nun auch — vorbei ...
Wendt (wie vorhin): Vor ... vorbei?!