(Es klopft an Wendt’s Thür.)

Frau Selicke (halb für sich, sich erinnernd): Ach Gott, Herr Wendt! (laut) Herein?

(Wendt tritt ein. Er ist bleich und sieht überwacht aus. Seine Backen scheinen etwas eingefallen).

Frau Selicke (weinend): Herr Wendt! ... Ach, an Sie hab’ ich auch noch nich denken können! ... Sie müssen ja gleich abreisen .... Mein armer Kopf is mir ganz verwirrt ...

Wendt: Oh ... (Macht eine abwehrende Handbewegung und tritt auf sie zu.) Meine liebe, gute Frau Selicke ... (Drückt ihre Hand.)

Frau Selicke (mit der Schürze an den Augen, ist mit ihm an’s Bett getreten. Kann kaum sprechen vor Weinen): Sehn Sie ... da ...

Wendt (steht mit ihr in stummer Trauer vor’m Bett.)

Toni: Mutterchen! Komm!

Frau Selicke (sich die Augen trocknend, sich zusammennehmend): Ja, ich will ... Um elf geht Ihr Zug, Herr Wendt?

Wendt: Ach! (Handbewegung. Frau Selicke will auf die Küchenthür zu.)