(Pause.)
Was soll werden? ... Sag doch selber! ... Zu uns nehmen — könnten wir sie ja doch nicht! ... Du weisst ja, wie er is! ... Und — die Mutter allein? ... Das lässt er nicht! ... Er hat sie ja viel, viel zu lieb! ... Er kann sich nicht von ihr trennen! ... Und unterstützen? ... (Sie lächelt müde.) Das siehst Du ja selber: das kann ja gar nichts nützen! ... Darauf kommt es ja gar nicht an! ... Ach Gott! Ich darf gar nicht daran denken! ... Die arme, arme Mutter! ... Und dann — die andern! .. Der arme Walter! ... Nein! (Leise.) Es ist ganz unmöglich, ganz unmöglich, dass ich fort kann! ... Und — das kann noch lange, lange Jahre so fortdauern! ...
Wendt (nach einer Weile, halb zu sich selbst, seitwärts, zwischen den Zähnen): Und — da musst Du Dich also — opfern! ...
Toni (nachdenklich): Die armen, armen Menschen!
Wendt: Dein ganzes Leben in diesem Elend verbringen! Dein ganzes Leben! ... Das soll man ertragen?! ... (Ist aufgesprungen.) Das ist ja unmöglich, Toni! Das ist ja unmöglich!
Toni (sanft): Ach, doch!
Wendt: Toni!
Toni: Und wenn sie noch schlecht wären! ... Sie sind aber so gut! Alle beide! Ich habe sie ja so lieb! ...
Wendt (leise; einfach constatirend, nicht vorwurfsvoll): Ja! Mehr als mich! ...
Toni: Ach, Du bist ja viel glücklicher!