Wendt (nimmt ihr das Packet ab): Geben Sie doch! (Indem er es auf’s Sopha trägt). Und das haben Sie vom Alexanderplatz bis hierher getragen?
Toni (sich die Handschuhe ausziehend, nickt lächelnd. Etwas scherzhaft-wichtig): Getragen! Ja!
Wendt: Bei der ....?
Toni: Nun — ja! Es war etwas unbequem bei der Kälte! (Hat die Handschuhe auf den Tisch zwischen das Kaffeezeug gelegt und tritt nun, indem sie sich ihren Mantel aufknöpfelt, an das Bett Linchens) Sie schläft? Ach, das arme Puttelchen! (Ist wieder etwas zurückgetreten). Aber ... nein! Ich will doch erst lieber .. ich habe die Kälte noch so in den Kleidern! (Zu Wendt, der ihr jetzt behilflich ist, den Mantel abzulegen). Danke, danke schön, Herr Wendt! Wollen Sie so gut sein, da an den Nagel? (Reicht ihm auch noch ihren Hut hin und stellt sich nun an den Ofen). Ach, ist der schön!
Wendt (der ihr unterdessen Hut und Mantel an die kleine Kleiderknagge zwischen der Korridorthür und dem Wandschirm gehängt hat): Wissen Sie auch, Fräulein Toni, dass ich heute schon auf Sie gewartet habe?
Toni: Ach nein! Wirklich? Auf mich?
Wendt (hat sich, die Arme gekreuzt, mit dem Rücken gegen den Tisch, ihr gegenüber gestellt, aber so, dass das Licht der Lampe noch auf sie fällt): Ja! Und ... na? Rathen Sie mal, weshalb!
Toni (lächelnd): Ach, das rath’ ich ja doch nicht! Sagen Sie’s mir lieber!
Wendt: Ja? Soll ich’s sagen?
Toni: Ja!