Toni (tröstend): Ach Gott! Mutterchen! (Nach einer Weile). Ist denn der Vater noch nicht da?
Frau Selicke (wieder beruhigt): Ach, der!
Toni (abermals nach einer kleinen Pause): Und die Jungens?
Frau Selicke: I! die wollten ’n vom Komptoir abholen! Aber die treiben sich ja doch wieder auf dem Markt rum, die Schlingels! Das is ja doch die Hauptsache! Die können’s auch nich satt kriegen! ... Na, ich will nun ... Du bist ja ganz durchfroren! (Geht wieder in die Küche zurück).
Toni (die wieder zum Ofen getreten ist): Dann .... dann reisen Sie nun wohl bald?
Wendt (der unterdessen an’s Fenster getreten war und die ganze Zeit über auf den Hof hinab gesehn hatte. Er hat sich wieder umgedreht und sieht nun, sich mit den Händen hinten aufs Fensterbrett stützend, wieder zu Toni hinüber): Ja! Morgen!
Toni (leicht erschreckt): Morgen schon?
Wendt: Ja!
Toni (nach einer kleinen Pause): Ach, die Handschuhe! (Holt sie sich und tritt mit ihnen an das kleine Tischchen links, in dessen Schublade sie sie hineinthut. Lächelnd): Sehn Sie mal! Da hat er wieder den Spiegel neben’s Bauer gestellt .... Der Vogel soll denken, es is noch’n andrer da, mit dem er sich unterhalten kann .... Der Vater spricht mit dem Vogel, als wenn er ein Mensch wär’!
Wendt (ist vom Fenster weggetreten und steckt sich nun das Papier vom Tisch wieder in seine Rocktasche): Ja! ja! ...