(Dasselbe Zimmer. Es ist Nacht, durch das verschneite Fenster fällt voll das Mondlicht. Frau Selicke sitzt wieder neben dem Bett und strickt, Toni arbeitet am Sophatisch, auf welchem hinter dem grünen Schirm die Lampe brennt, Albert sitzt neben ihr, liest, blättert und gähnt ab und zu, Walter steht vor’m Fenster, die Arme auf das Fensterbrett gestützt.)
Walter (vom Fenster weg zu Frau Selicke hin): Mama! Er kömmt immer noch nich!
Frau Selicke (müde, etwas weinerlich): Ach ja! ... Na, heute können wir uns wieder mal auf was gefasst machen.
Walter (sich an sie drängend, sie umfassend): Mamchen! Biste wieder gut mit mir? ... Ja? ... Mamchen!
Frau Selicke: Ja! ... Ja! ... Wenn Du nur nich immer so ungezogen wärst!
Walter: Ach Mamchen!
Frau Selicke: Ja! ... Ja! ... ’s is schon gut! .... Lass mich nur!
Walter (immer noch schmeichelnd): Sag, Mamchen! Biste nu aber auch wirklich ganz gut mit mir?
Frau Selicke (lächelnd, abwehrend): Na ja! Ja, Du Schlingel!
Walter: Armes Mamchen! (Küsst sie und stellt sich dann wieder vor das Fenster hin. Nach einer kleinen Pause, während welcher Albert sich zurückgelehnt, die Arme gereckt und laut gegähnt hat.) Du, Albert! Au, kuck mal! Drüben bei Krügers brennt noch der Weihnachtsbaum!