(Es klingelt.

Einen Augenblick lang horchen beide. Frau Selicke ist zusammengefahren, Walter starrt, die Stulle in der Hand, mit offenem Munde über die Lampe weg nach der Thür, die in’s Entree führt.)

Frau Selicke (endlich): Na? Machste nu auf, oder nich?

( Walter hat die Stulle liegen lassen und läuft auf die Thür zu. Er klinkt diese auf und verschwindet im Entree.)

Albert (der eben aus der Kammer getreten ist, in der er das Licht ausgelöscht hat. Zieht sich noch grade seinen Ueberzieher an. Aus der Brusttasche stecken Glacees, zwischen den Zähnen hält er eine brennende Cigarrette, an einem breiten, schwarzen Bande baumelt ihm ein Kneifer herab. Modern gescheitelt. Hut und Stöckchen hat er einstweilen auf den Stuhl neben dem Sopha plazirt. Zu Frau Selicke, indem er mit dem Fusse die Thür hinter sich zudrückt): Nanu? Das kann doch unmöglich schon der Vater sein?

Frau Selicke (die sich wieder mit dem Kaffeegeschirr zu thun macht, unruhig): Ach wo!

(Unterdessen ist draussen die Flurthür aufgegangen und man hört die Stimme des alten Kopelke: „Brrr ... is det heit ’n Schweinewetter!?“ — Die Thür klappt wieder zu, und jetzt schreit Walter laut auf, ausgelassen: „Ach! Olle Kopelke! Olle Kopelke!“ — „Nich doch, Kind, nich doch; du thust mir ja weh! Du drickst mir ja! Du musst doch abber ooch heer’n! Da — nimm mir mal lieber hier ’n bisken det Menneken ab! ... Brrr ... nee ... ä!“)

Albert (zu Frau Selicke, sich die Handschuhe zuknöpfelnd): Ach, der alte Quacksalber?!

Frau Selicke: Na, Du, Grossmaul, wirst doch nich immer gleich das Geld geb’n für’n Docter!

Albert (aufgebracht): Ach, Blech! Nich wahr? Nu fang wieder davon an! ...