Toni: Ach, lass doch! — Du hast dort zu thun und ich — hier! — Und wenn wir dann — manchmal aneinander denken, dann — wird es uns leichter werden! ... Nicht wahr? ... (Mit mildem Scherz.) Ich will mal sehn, wie oft mir das Ohr klingt! ... Ach ja! Wenn man nichts zu thun hat, dann denkt man so an alles und dann sieht alles — viel schlimmer aus, als es ist! ... Aber wenn man arbeitet, dann schafft man sich alles vom Halse! ...

Wendt: Ja! Ja! Du hast wieder recht, wieder recht! ... (Sieht sie innig an.) Ach Mädchen! — Du wunderbares Mädchen! Wie könnt’ ich jetzt ohne Dich leben! ...

Toni (ängstlich): O nein, nein! ... Das sagst Du ja nur so! — Das wäre doch schlimm, sieh mal, wenn Du das nicht könntest, wenn Du blos von mir abhingst! — Lieber Gott! Ich bin ja so dumm! — Ich weiss ja nichts!

Wendt: Ich meine nicht so! — Du hast recht! — H! ... Wir müssen uns darein finden!

Toni (freudig, sich an ihn drückend): Ach, siehst Du! — Das ist gut von Dir! Das ist gut!

Wendt: Aber, nicht wahr? Ich habe Dich doch gefunden und Du — Du machst mich jetzt zu einem anderen Menschen! ... Du hast mich überhaupt erst zu einem gemacht, liebe Toni! ...

Toni: Ach, ich! ...

Wendt (innig): Ja! Du! ... Das Leben ist ernst! Bitter ernst! ... Aber jetzt seh’ ich, es ist doch schön! — Und weisst Du auch warum, meine liebe Toni? Weil solche Menschen wie Du möglich sind! — ... Ja! So ernst und so schön! ... (Streichelt ihr über das Haar.)

Toni (leise, selbstvergessen, glücklich): Ach ja! ... Ach, aber das ist gut von Dir! ... Ich wusste ja ....

(Pause. Sie sehen sich in die Augen.)