Kopelke (nimmt ihre Hand): Kinder! — Kinderkens! ... Lasst man jut sind! Wir kommen ooch noch mal an de Reihe! ... (Verschwindet hinter der Kammerthür.)

(Draussen fangen die Glocken zum Frühgottesdienst an zu läuten. Das Läuten dauert bis gegen Schluss.)

Frau Selicke: Da läuten sie schon zur Kirche! ... Ach, wer hätte das gedacht, dass Sie mal so von uns fortziehen würden, Herr Wendt! ... Unter solchen Umständen! ... (Weint.) Lassen Sie sich’s recht gut gehen! (Giebt ihm die Hand.) Und grüssen Sie Ihre Eltern unbekannterweise recht schön von uns! ... Erleben Sie bessere Feiertage — und — denken Sie manchmal an uns ....

Wendt: Ja! — Das werd’ ich sicher, liebe Frau Selicke!

Frau Selicke: Wo bleibt denn Toni? Sie haben ja gar nich mehr so viel Zeit ....

Toni (kommt mit Frühstück und Kaffeegeschirr; in der andern Hand trägt sie ein Köfferchen. Im Vorbeigehn zu Wendt): Bitte!

Wendt (nimmt ihr es ab und stellt es neben sich unter den Sophatisch): Ich danke Ihnen ....

Frau Selicke (mit der Schürze vor den Augen. Schluchzend): Ach Gott ja! Ach Gott ja!

Toni (hat das Frühstück in Wendt’s Zimmer getragen und kehrt nun wieder zu ihrer Mutter zurück. Sie umarmt sie und küsst sie. Zärtlich): Mutterchen! — Muttelchen! ...

Frau Selicke (zu Wendt, immer noch schluchzend): Ja, grüssen Sie sie nur! Grüssen Sie sie nur recht von uns!