– »Und wie stark du, da du dich heraushobst aus solchem Dunkel und so viel Wirrnis? Das Leben, das du mir heute als gangbar zeigtest, ich bin entschlossen, es zu beschreiten, aber ich bin schwach und neu. Ich zittere wie auf Eis, ich bin ängstlich und du mußt mich stützen, Nachsicht haben. Mit dir traue ich mich überall hin.«
»Du wirst es wagen? Aber wenn das Heutige nur ein Anfang war? Wenn von nun an mehr solche Ereignisse vor dich hintreten, und vielleicht schwerere? Kleine Claudia, was dann?«
– »Ich werde zittern, und werde wegsehen wollen. Aber dann wirst du bei mir stehen und mich anblicken. Ich glaube, dann werde ich vieles können.«
»Wir wollen uns festhalten aneinander. Man kommt allzuleicht und fortwährend auseinander, man muß sich ansehen und sich finden wollen und einander allezeit die Hände hinhalten.«
Er legte die Arme um ihren Leib und zog sie an sich; sie legte ihre Hände wie eine Schale um sein Gesicht, dem sie das ihre ganz näherte. So durchdrangen sich ihre Blicke, tief und selig, so berührten sich ihre Körper in völliger Liebkosung, Claudias Lider fielen, und die Lippen sanken aufeinander im Kusse.
Weitere Anmerkungen zur Transkription
Offensichtliche Satzfehler wurden stillschweigend korrigiert. Die Darstellung der Ellipsen wurde vereinheitlicht.
Korrekturen:
S. 130: setze → setzt
sie [setzt] mehrfach an, schluckt