„Tausend Dank, Gnaden Herr Kommandant! Ich werde predigen davon, wie gut, sehr gut sein besonders der Gans-Erdapfel! Ich sein überzeugt, daß ganze Bevölkerung sich bemühen wird, diese Erdapfel sich zu — verschaffen!“ Ein listiger und zugleich fragender Blick streifte den Hausherrn.
Tonidandel verriet in keiner Weise, daß er die Bedeutung dieses Likaner
Ausdrucks kannte. Absichtlich ignorierte er die listige Anspielung des
Vorstehers, der auf den Busch hatte klopfen wollen.
Auf „Regimentsunkosten“ wurden noch etliche Krüge Weines geleert. Bevor aber der glückselige Vorsteher den Zungenschlag bekam, hob der Hausherr die Sitzung mit dem Bedeuten auf, daß frühmorgens die Kompagnie ausrücken müßte, daher die Nachtruhe erwünscht sei.
„Schon in aller Frühe rücken Herr Kapetan aus?“ fragte blinzelnd der
Vorsteher beim Abschied.
„Ich nicht! Aber die Kompagnie! Und nun ‚Gute Nacht‘, lieber Starešina!“
Mit einiger Mühe brachte der Kommandant den schwatzhaft und überschwenglich gewordenen Gast zur Haustüre und auf den Heimweg.
Im Speisezimmer bei trübem Licht der Kerzenstumpen fragte Pegan den
Vorgesetzten, ob die Kompagnie wirklich in aller Frühe ausrücken müsse.
„Aber keine Idee, lieber Bruder! Ich habe das nur gesagt, um den
Vorsteher und meine Erdäpfel los zu werden!“ rief lachend der Hausherr.
„Was! Die Erdäpfel willst du los werden? Wieso denn?“
„Ja! Es wird keine Stunde währen und im Küchengarten wird dann kein
Erdapfel mehr zu finden sein!“