„Aber sehr kräftige. Wahrscheinlich Dynamit!“
„Ratschiller ließ mit dem ungleich kräftiger wirkenden Janit sprengen.“
Nach einer halben Stunde Weges erreichten die Beamten die Fabrik, welche wie ausgestorben schien. Nirgends war ein Arbeiter zu sehen, selbst die qualmenden Brennöfen waren ohne Bedienung. Ehrenstraßer richtete forschende Blicke in die bergige Umgebung und gewahrte alsbald einen Knäuel lebhaft erregter Menschen am Eibenberge.
Sogleich begaben sich die Herren ebenfalls hinauf.
Hundertpfund erblickte sie, eilte ihnen in hochgradiger Erregung entgegen und rief. „Ein kolossaler Erfolg! Eine beispiellose Überraschung!“
Der Richter fragte hastig. „Was ischt geschehen?“
„O! Wenn der arme Chef das vor wenigen Tagen erlebt hätte! Wir haben neuerdings soeben gesprengt und ein Mergellager ist bloßgelegt von einer außerordentlichen Mächtigkeit! Wir haben auf Jahrzehnte hinaus reichlich Brennstein zu Portlandcement!“
Ehrenstraßer stand betroffen und der Präsident fragte. „So hatte man vor einigen Tagen vermeintlich Mangel an Stein?“
„Ja! Die früheren Sprengungen waren nahezu gänzlich erfolglos! Noch vor drei Tagen war der Chef, Gott hab ihn selig, trostlos über den Steinmangel! Und heute dieser riesige Erfolg! O, wenn Ratschiller das noch erlebt hätte!“
Der Präsident wechselte mit Ehrenstraßer einen bedeutungsvollen Blick; dann besichtigten die Herren unter Hundertpfunds Führung den Steinbruch, woselbst auch Laien erkennen konnten, daß ein mächtiges Mergellager geöffnet sei.