„Das Wählen? Ja so, wir stehen ja vor der Wahl zum Reichsrat! Da soll ich, der Richter, dir wohl gar sagen, wen du wählen sollst?“

„Sein thuet's a Elend mit 'm Wählen!“

„Mensch! Die Wahl ischt ja geheim! Es erfährt ja niemand, wen du gewählt hascht!“

„Schun! Aber ich hab' halt decht Ängsten!“

„Unbegreiflich! Der Wahlzettel wird ja zugebogen in die Urne gegeben. Kein Mensch kann wissen, welcher Name darauf steht!“

„Kann sein, kann aber auch nicht sein! Die Sach' ischt elend gefährlich!“

„Wieso denn?“

„Ja, schauen S', Herr Tagrichter! Gieb' ich meine Stimm' einem Liberalen, so verlier' ich meine Pension als Salinenarbeiter!

„Heiliger Gott, welche Einfalt!“ schrie Ehrenstraßer.

„Sehen S', Herr kaiserlicher Gerichtshof, Sie sagen jetzt selber, die Sach' ischt gefährlich!“