„Hilf heiliger Gott, Maria steh' mir bei in dieser bittersten Stunde meines Lebens! Erweich' des Vaters Herz, o heiliger Gott, auf daß mir Verzeihung werde, nach welcher dürstet meine Seele, verlangt mein schmerzdurchwühltes Herz!“
„Hinaus! Ich will nichts hören!“
„Schwer hat sich gerächt die Flucht vom Elternhause, ich fand die
Seelenruhe nimmer, versagt bleibt mir der priesterliche Segen —“
„Das wußt' ich zum voraus!“
„Euer prophetisch Wort hat nur zu wahr sich an mir erfüllet! All' äußerer Glanz kann die Hohlheit meines Seins nicht verdecken!“
„Die Strafe ist gerecht für das ungeratene Kind, dessen Leben jedem ehrlichen Bürger Salzburgs muß die Schamröt' ins Gesicht nur treiben!“
„Vergebt mein guter Vater! Hart wast die Strafe, doch willig soll sie ertragen werden! Laßt Euer Herz reden für mich und mein unschuldig Kind!“
„Der Bastard soll zum Lockvogel wohl werden?! Vergebene Mühe!“
„Zermalmet mich mit Eurem Zorn, doch sagt das eine Wort vorher, das meines Lebens höchste Sehnsucht ist!“
„Nein! Es bleibt bei meinem Fluch! Ich will von dir nichts wissen, will ehrlich stolz in die Grube fahren! An dir und deinem fürstlichen Buhlen soll sich rächen der Fluch des Vaters, erfüllen sich ein grausam Schicksal verdientermaßen!“