„Wohinaus will Lamberg zielen?“

„Ein Ziel möchte ich gesetzt wissen einer niederträchtigen Verleumdung, die vor dem Thron nicht Halt zu machen weiß.“

„So züngelt die Schlange Verleumdung gar herauf zu meiner Höhe? Pah, ein
Tritt und es endigt schmählich solch' Gewürm!“

„Will mein gnädiger Herr ein offen Wort in bemeldter Sache mir verstatten?“

„Sprich aus, Lamberg, was deine treue Freundesseele so bewegt!“

„Der Schlange Verleumdung ein End' zu machen, ist es hohe Zeit, doch vermeine ich: nicht ein gewaltsam Tritt sei hier am Platze, nein, besser deucht mir ein Akt fürstlicher Noblesse und politischer Klugheit zugleich.“

„Wie? Will der Kapitular dem Erzbischof vorschreiben, was der Fürst und
Herr zu thun und lassen habe?!“

„Mit nichten, Hochfürstliche Gnaden! In Treuen nur wär' meine unterthänige Meinung, der weit verbreiteten Verleumdung anjetzo durch eine restauratio aedis sacrae ein End' zu setzen.“

„Ha, capisco! Daß ich kein Freund des klotzigen Thuembes gewesen, wird mir wohl anjetzo eingekerbt?!“

„Viel schlimmer, gnädiger Herr!“