„Wie?“
„Hart wast's auszusprechen das schwere Wort, das Flügel hat gefunden und zweifelsbar das Ohr hämischer Freunde zu München erreicht haben dürfte.“
„Sprich deutlicher, Lamberg! Wessen werd' ich verdächtigt?“
„Der Brand….“
„Ha, verstumme! Oder mein Zorn erreicht auch den Freund und wirft ihn nieder!“
Lamberg verbeugte sich tief und schwieg, während Wolf Dietrich mit hastigem Schritt das Gemach durchmaß. Zurückkehrend war der Fürst ruhiger geworden, er reichte dem Freunde die Hand und sprach: „Niente di male, amico! Nun aber sage mir alles, ich bin ruhig und will beherrschen das heiße Blut.“
„Soll ich vielleicht zu gelegenerer Stunde einfinden mich?“
„Nein, Lamberg! Also meine Unterthanen verdächtigen mich, den Thuemb wohl gar in Brand gesteckt zu haben?! Ich verarg' es ihnen aber nicht….“
Jetzt rief Lamberg überrascht: „Wie? Hochfürstliche Gnaden finden solch' infamen Argwohn entschuldbar?“
„Un poco, si! Zu einem Teil, da ich nie ein Hehl daraus gemacht, daß widerwärtig ist mir das alt' Gebäu des Thuembes! Wissen das die Salzburger, ist's nur ein kleiner Schritt zum Argwohn, daß Mißgunst ward zum Brandstifter.“