[5] Damals gedieh Wein sogar auf der Südseite des Festungsberges.

[6] Unter Weihsteuern oder Herrenantrittsgeldern verstand man die Steuer, welche beim Regierungsantritt von den Grundholden zu entrichten war; sie betrugen 5 % der Gesamtsumme ihrer Abgaben.

[7] Entlassene Landsknechte, die im Lande herumzogen, bis sie wieder angeworben werden. Sie „garteten“, d.h. bettelten u.s.w., und wurden „Gartbrüder“ genannt.

[8] d.i. ein Urteil durch die Stimmenmehrheit. Vergl. A. Richter, die deutschen Landsknechte, und F.W. Barthold, Georg von Frundsberg.

[9] Daß Wolf Dietrich im höchstem Maße ein Wohltäter der Armen gewesen, besagt folgende Stelle in P. Hauthalers vortrefflicher Bearbeitung der alten Steinhauserschen Chronik „Diser Erzbischoff kan und mag auch billich ein Vatter der Armen genent werden Ursach dessen, daß er nit allain den hausarmen Burgern und Inwohnern der Statt Salzburg, sondern auch den Armen im ganzen Erzstift dermaßen so reiche Almusen täglich spendirn und raichen hat lassen, als vorher nit bald bei einem Fürsten zu Salzburg beschechen, dann er alle Sambstag ain sehr große Anzahl armer Leit mit dem wochentlichen Genadengelt, etlichen ganze Taller, andern ganz Gulden, halb Gulden, zu sechs, fünf oder vier Pazen raichen und nach Gestalt der Sachen und Erforderung der Noth hat lassen begaben. Ja, es seind auch die armen Leit von frembden und auslendigen Orten haufenweis zuegezogen, deren Kainen, so an ihne suppliciert und das Allmusen begert, er unbegabt hat lassen abziechen. In der vierzigtägigen Fasten hat er den hausarmen Dürftigen zu Erkaufung der Fastenspeis insonderhaft ain große Summa Gelts wochentlich lassen spendiren, auch wann dieselber Armen und Andere, die das Genadengelt empfangen und genossen, umb die osterliche Zeit auf bestimbte Täg nach Mitfasten nach gethaner Beicht communiciert, sein sie zum Mittentag alle zu Hof mit etlichen Speisen gespeiset, Jegklichem ein Hofroggen aufgelegt, mit Wein und Bier versechen und noch ainem Jedweden ain halber Gulden darzue geraicht worden. Disen halben Gulden mit sambt der Malzeit haben auch die armen Schueler so wol zu sant Peter als im Thuemb empfangen und genossen.“

[10] Das Original befindet sich im städtischen Museum zu Salzburg. Der Herausgeber verdankt eine Kopie der Güte des Herrn Museumdirektors Kaiserl. Rat Dr. A. Petter.

[11] Gerhab = Vormund

[12] Gebetschnur (Rosenkranz). Eine überaus bezeichnende Aufforderung, daß der Gefangene seine Rechnung mit dem Himmel machen solle!

[13] Keuche = Gefängnisort.

[14] So meldet der Chronist Steinhauser.