„Es soll nicht länger mehr währen, vielleicht noch einige Tage, bis besser wird und trocken der Weg.“

„Und wohin?“

„Das weiß ich nicht zu sagen! Mich deucht, der Schwaher denkt an Chiemsee, doch hat der Kaufherr vielfach Gefreundschaft auch in Kärnten und hinab ins Welschland!“

„Ihr steht nicht mehr im Verkehr mit Wilhelm Alt?“

„Der Dickkopf nannt' eine Kupplerin mich, die ehrsame frumbe Bürgermeisterin, und verwies mir das Haus! Kann es größere Undankbarkeit wohl auf Erden geben!“

„Nein, gewiß nicht! Ein ‚undankbarer‘ Mensch, dieser Wilhelm Alt!“ sprach ironisch der Fürst und seine Augen lachten vergnügt dazu. auf Seelenheil und frumben Wandel! Ich will ja nur Salomens Glück und nebstbei bin auch ich geehrt,

[Transkriptionsanmerkung: Dieser Absatz scheint keinen Sinn zu machen, ist aber 1:1 aus dem Original übernommen]

„Als wenn ich kuppeln wollt', ich, die so viel hält wenn meine Nichte
Fürstin ist!“

„Kein Zweifel, eine große Ehre sothane Liaison!“

Nun wollte Frau Alt auf den Stadtklatsch übergehen, doch Wolf Dietrichs Geduld war bereits erschöpft, es interessierte ihn nicht im geringsten, was die Sippen über ihn und seine Liebe zu Salome sagen, und die längere Anwesenheit der alten Schwätzerin ward dem Fürsten lästig. Er gab ein Glockenzeichen, verneigte sich etwas vor der in die Höhe fahrenden Dame und gab Befehl, die Frau Bürgermeisterin hinauszugeleiten.