„Er spürt das, glaub' ich, längst; doch versteht er's wahrlich, nicht übergroß werden zu lassen die Last der Sorgen. — Die Landschaft hat zugestimmt.“
„Wirklich? Wie ist mir doch? Ich vermeine, es hieß, die Steuer sollte gelten ‚für ewige Zeiten‘? Hat solche Fußangel keiner gesehen, die Schlinge um den Hals nicht gefühlt?“
„Doch! Mehr als einer sprach sein Bedenken aus; aber es fehlte nicht an Stimmen, die zur Annahme rieten, weil mehr und Höheres zu gewinnen sei, so man jetzund ist dem Fürsten zu Willen.“
„Mit dem Strick um den Hals kann man nicht König werden!“
„Das ist wohl richtig. Aber des Fürsten Freund, der Domherr Graf von
Lamberg, hat vertraulich wichtige Kunde werden lassen dem Ausschuß!“
„Trau einer diesem list'gen Fuchs!“
„An gutem Willen mag es dem Domherrn wohl nicht fehlen. Lamberg ließ uns wissen, daß die Annahme des Hauptmandates mit sich bringe den Nachlaß der Handelssteuer um ein Dritteil.“
„Und das habt Ihr frischweg geglaubt?“
„Die Kaufmannschaft stimmte zu, der Vorteil ist handgreiflich.“
„O Einfalt! Einem Wolf Dietrich trauen, es ist unsäglich dumm!“