„Jeß Maria!“ schrie entsetzt die tugendhafte Burgl und rang die Hände.

Verblüfft rutschte Daniel Eichkitz vom Herdrand herunter und stellte sich in Positur behufs Erweisung einer Art militärischer Reverenz vor dem Prinzen.

Scharf sprach Emil: „Das nennen Sie Dienst machen? Für die Schürzenjagd, für das Karessieren bezahlen wir die Jagdgehilfen nicht! Ich warne Sie: Werden Sie noch einmal auf einer Dienstvernachlässigung ertappt, so erfolgt die sofortige Entlassung, verstanden!“

Eichkitz erwiderte schnippisch: „Mit Verlaub! Der gnädig Herr hat mich aus dem Jagdschlößl ausg’schafft, das langt! Vom Dienst ausschaffen kann mich, so meine ich, doch wohl nur die Frau Fürstin, die wo Gebieterin ist und die Herrschaft ’kauft hat! I glaub nicht, daß...“

„Herr Oberförster, darf ich bitten!“ rief Prinz Emil mit zornbebender Stimme.

Hartlieb trat ein und fragte: „Durchlaucht befehlen?“

„Der Jagdgehilfe Eichkitz ist sofort seines Dienstes zu entheben! Über Kündigungsfrist, Lohnauszahlung usw. wollen Sie das Weitere veranlassen! Ebenso ist für Ersatz zu sorgen! Einstweilen kann wohl ein anderer Jagdgehilfe das Revier am Pyrgas beaufsichtigen!“

„Sehr wohl, Durchlaucht!“ Zu Eichkitz gewendet sprach Hartlieb: „Sie verlassen sofort das Revier! Den Hüttenschlüssel bringen Sie in die Jagdamtskanzlei, wo morgen früh acht Uhr mit Ihnen abgerechnet wird!“

Emil hatte die Almhütte bereits verlassen. Ihm folgte Hartlieb.