»Gewiß,« sagte Carlo. »Bis jetzt sind es zwei Lire und dreißig Zentesimi; und hier ist noch österreichisches Geld, vielleicht eine halbe Lira.«
»Und zwanzig Franken – und zwanzig Franken!« rief Geronimo. »Ich weiß es ja!« Er torkelte in die Stube und setzte sich schwer auf die Bank.
»Was weißt du?« fragte Carlo.
»So laß doch die Späße! Gib es mir in die Hand! Wie lang hab ich schon kein Goldstück in der Hand gehabt!«
»Was willst du denn? Woher soll ich ein Goldstück nehmen? Es sind zwei Lire oder drei.«
Der Blinde schlug auf den Tisch. »Jetzt ist es aber genug, genug! Willst du es etwa vor mir verstecken?«
Carlo blickte den Bruder besorgt und verwundert an. Er setzte sich neben ihn, rückte ganz nahe und faßte wie begütigend seinen Arm: »Ich verstecke nichts vor dir. Wie kannst du das glauben? Niemandem ist es eingefallen, mir ein Goldstück zu geben.«
»Aber er hat mir’s doch gesagt!«
»Wer?«
»Nun, der junge Mensch, der hin und her lief.«