wint-worp (winde-, winne-, win-worp), m. Maulwurf, talpa (eig. der die Weide, Wiese, got. vinja, aufwirft?).
wîn-vat, Weinfass; -vinder, Beamter zur Untersuchung der W-verfälschung; -vlasche, W-flasche; -vore, W-fuhre, auch eine Abgabe (von der Weinernte?); -vrucht menniger hande, allerlei Sorten W-trauben; -was, W-wachs, -ernte; -water, avinum, W. mit Wasser; -werk, Weinbau? -handel der Stadt? -wort, alfecia (Pflanze? W-würze, -saft?); -wringe, Weinpresse.
wîp, st. m. (wipe?) Bund, Büschel von Reisig, Holz, bes. Schaub, Wisch von Stroh zum Durchseihen, Feueranmachen, als Fackel, Schenkzeichen des Wirtshauses, Grenzzeichen des Grundstücks.
wip-armborst, Armbrust, w. durch eine wippe gespannt wird.
wip-dorn, wipken, wipken-bôm = wepdorn, wepeken.
wipen ummeher, um sik, umher schleudern, um sich werfen, sprengen (Wasser, fig. Lügen).
wip-galge, Schnellgalgen, s. wippe.
wippe, f. 1. preceps, velox vel precipicium. 2. concr.: Brunnenschwengel; Maschine zur Hebung von Lasten ins oder aus dem Schiff, auf die Stellage beim Hochbau etc.; Schnellgalgen, Prelle, = schuppestôl; Hebel zur Spannung der Armbrust und der Schleudermaschinen; auch e. solche Maschine; ein Hebelwerkzeug des Webers, sappa; Kipp-, Stürzkarre.
wippen-hake, sw. m. Haken zu einer kriegerischen wippe.
wippen, sw. v. sich auf- und niederbewegen, schaukeln, schwanken; trans. auf- u. niederheben, vorwärts schnellen. Vgl. up-, ûtw.