„Nach Simla? Woher kannst du das wissen?“
„Ich stand nahe genug, um jedes Wort zu verstehen, das die Inder miteinander sprachen, und es war zwischen ihnen davon die Rede, daß sie nach Simla gingen.“
„Und Mrs. Irwin? Sie sträubte sich nicht? Sie rief nicht um Hilfe? — Sie ließ sich ruhig fortführen?“
„Die Lady war sehr stolz. Sie sprach kein Wort.“
Ein Ordonnanzoffizier trat ins Zelt und überbrachte dem Fürsten den Befehl, sich sogleich bei dem Kommandierenden einzufinden.
„Wissen Sie, in welcher Angelegenheit?“ fragte der Oberst.
„Soviel ich weiß, handelt es sich um eine Beschwerde des Hauptmanns Obrutschew, der die Exekutionsmannschaften befehligt. Er hat gemeldet, der Herr Oberst habe einen Spion weggeführt, der auf Befehl des Kriegsgerichts füsiliert werden sollte.“
Heideck war bestürzt.
„So werden Ihnen nun aus Ihrer Rettungstat noch ernste Ungelegenheiten erwachsen,“ sagte er. „Aber da ich jetzt aus meiner Eigenschaft als deutscher Offizier kein Hehl mehr zu machen brauche, kann ja, falls der Feldtelegraph schon eingerichtet sein sollte, durch eine Anfrage beim Generalstab meine Legitimation erwirkt werden.“
„Gewiß! Und ich bitte Sie, sich meinetwegen nicht zu beunruhigen. Ich werde schon verantworten, was ich getan habe.“