„Diese Wahnwitzigen haben dich also nicht umgebracht? Aber ich sah dich doch unter ihren Hieben fallen?“
Morar Gopal grinste verschmitzt.
„Ich warf mich zu Boden, als ich sah, daß doch alle Verteidigung umsonst war. Und weil ich aus einer Wunde am Kopfe blutete, meinten sie wohl, ich hätte genug. Gleich nachher kamen die Kosaken, und vor ihren Pferden, die mich sonst zertreten hätten, machte ich mich schleunigst wieder auf die Beine.“
„Du besitzt eine große Geistesgegenwart! Wie aber bist du zu dem schönen Anzuge gekommen?“
„Ich lief ins Hotel zurück — durch den hinteren Eingang, wo der Rauch nicht so arg war, — weil ich dachte, daß Sahib sich vielleicht dahin gerettet hätte. Sahib habe ich allerdings nicht gefunden, wohl aber diese Kleider. Und weil ich dachte, es sei besser, sie anzuziehen als sie verbrennen zu lassen — —“
„Schon gut, mein Braver! — Man wird dich wegen dieses kleinen Eigentumsvergehens schwerlich zur Rechenschaft ziehen.“
„Ich suchte Sahib an allen Orten, wo sich englische Gefangene befinden. Und als ich in Anar Kali gerade dazukam, wie Mrs. Irwin in einem Wagen weggeführt wurde, da wußte ich, daß ich nun auch die Spur meines Sahib gefunden hatte.“
Mit Ungestüm erfaßte Heideck seinen Arm.
„Du hast es gesehen? Und du weißt auch, wer sie entführte?“
„Ja, Herr, es war der Siwalik, der Stallmeister des Prinzen Tasatat. Und die Lady ist mit ihm auf dem Wege nach Simla.“