„Ganz recht, das schließt indessen nicht aus, daß die Nachricht von der Besetzung Simlas draußen in der Welt einigen Effekt machen würde. Und überdies könnten sich in den dortigen Regierungsbureaus möglicherweise interessante Aktenstücke befinden, von denen Kenntnis zu nehmen schon der Mühe wert sein würde.“

„Und Sie halten es für möglich, daß Seine Exzellenz mich dahin schicken könnte?“

„Da das Detachement, bei dem übrigens auch meine Dragoner, sowie Infanterie und zwei Maschinengewehre sein werden, meiner Führung anvertraut werden würde, habe ich den General gebeten, Sie der Expedition zuzuteilen.“

Heideck verstand die hochsinnige Absicht des Fürsten, und fast stürmisch schüttelte er ihm beide Hände.

„So möge der Himmel geben, daß die Erlaubnis aus Berlin rechtzeitig eintrifft. Nichts in der Welt wünsche ich so sehnlich, als mit Ihnen nach Simla gehen zu dürfen.“


[XIX.]

Schneller fast, als es bei der starken Beschäftigung des Telegraphen zu erhoffen gewesen war, traf aus Berlin die Weisung ein, daß der Hauptmann Heideck einstweilen in der russischen Armee Dienste tun dürfe und daß es seinem Ermessen anheimgestellt werde, die erste günstige Gelegenheit zur Rückkehr nach Deutschland zu benutzen.