„Und in welcher Verbindung steht Pénurot mit ihm?“
„Das weiß ich nicht; Pénurot ist ein Agent, der die verschiedenartigsten Geschäfte betreibt.“
„So? — Und was sagt der Reeder, Mynheer van Spranekhuizen, dazu, daß Sie sich auf solche Dinge, wie die Uebermittelung dieser Brote, einlassen?“
„Mynheer van Spranekhuizen und Mynheer Amelungen sind nahe Verwandte.“
„Mit andern Worten: die beiden Herren haben sich darüber verständigt, die ‚Bressay‘ von den Shetlandinseln nach Dover und von da nach Antwerpen zu schicken?“
„Davon weiß ich nichts, Herr Major! — Ich habe Ihnen alles gesagt, was ich weiß. Weiter als bis nach Terneuzen darf ja doch kein Schiff in die Schelde hinein. Und da kann ich in Breskens ebensogut löschen wie in Terneuzen und die Ware mit der Bahn nach Antwerpen gehen lassen.“
„Nun, Brandelaar, gehen Sie noch einmal hinauf und schicken Sie mir Herrn Pénurot herunter.“
Schweren Schrittes stapfte der Schiffer die schmale Kajütentreppe hinauf, und gleich darauf trat Pénurot ein. Heideck lud ihn durch eine Handbewegung ein, ihm gegenüber Platz zu nehmen und sagte:
„Ich habe mich aus der Vernehmung des Brandelaar davon überzeugt, daß er ein abgefeimter Spitzbube ist. Es war sehr unvorsichtig von Ihnen gehandelt, sich mit einem solchen Manne einzulassen. Wenn Sie jetzt vor ein Kriegsgericht gestellt werden, haben Sie sich bei ihm dafür zu bedanken.“
„Um Gottes willen, Herr Major — es soll mir doch nicht ans Leben gehen? — Ich beschwöre Sie, haben Sie Mitleid mit mir!“