„Ich denke,“ sagte Heideck, zu dem Ausgangspunkt ihrer Unterhaltung zurückkehrend, „daß wir uns um die Verbindungen der Gräfin Arselaarts und der Herren Amelungen und Konsorten nicht weiter zu kümmern brauchen. Mit diesen Leuten mögen sich jetzt die Kriegsgerichte beschäftigen. Ungleich wichtiger ist mir der Schiffer Brandelaar, den ich in der Hand habe, und durch den, vielleicht im Verein mit Camille Pénurot, ich noch Nachrichten über die britische Flotte und deren beabsichtigte Verwendung zu erhalten hoffe. Brandelaars Schiff dürfte jetzt vor Terneuzen liegen. Ich möchte Sie bitten, Herr Oberstleutnant, den Mann und seine Leute noch heute verhaften zu lassen.“
„Wie stimmt das zu Ihrer Absicht, ihn als Spion in unserem Interesse zu benutzen?“
„Ich vergaß, Ihnen zu sagen, daß es sich dabei um eine zwischen Brandelaar und mir getroffene Verabredung handelt. Er selbst hielt es zu seiner eigenen Sicherheit der Mannschaft gegenüber für geboten. Natürlich darf es sich nur um ein Scheinverhör handeln, und der Mann muß wegen Mangels an Beweisen sobald als möglich wieder freigelassen werden, damit er schon morgen nach England zurückkehren kann.“
Der Oberstleutnant versprach, nach dem Wunsche des Majors zu verfahren.
Am Abend desselben Tages traf Heideck in einer verabredeten Weinstube mit Pénurot zusammen.
„Unser Geschäft ist etwas verwickelt,“ sagte Heideck. „Es muß doch noch mehr Leute geben, die für Ihren Vater arbeiten, und die wir bisher nicht kennen.“
„Woraus schließen Sie das, Herr Major?“
„Ihr Vater besaß Briefe, die vom Admiral Hollway bestellt worden waren, aber nicht durch Brandelaar befördert worden sind.“
„Ja, ja, ich weiß. Ich kann mir’s denken.“
„Wissen Sie, wer die Ueberbringer waren?“