Die zweite Division ist zu bilden aus den Linienschiffen: ‚Majestic‘ (Vizeadmiral Lord Beresford), ‚Magnificent‘ (Kontreadmiral Lambton), ‚Cornwallis‘, ‚Exmouth‘, ‚Russell‘, ‚Mars‘, ‚Prince George‘, ‚Victorious‘ und ‚Caesar‘.
Ferner aus den Kreuzern: ‚St. George‘ (Kommodore Winsloe), ‚Sutley‘, ‚Niobe‘, ‚Brillant‘, ‚Doris‘, ‚Furious‘, ‚Pactolus‘, ‚Prometheus‘, ‚Juno‘, ‚Pyramus‘ und ‚Pioneer‘.
Ferner aus den Torpedobootzerstörern: ‚Myrmidon‘, ‚Chamois‘, ‚Flying Fish‘, ‚Kangaroo‘, ‚Desperate‘, ‚Fawn‘, ‚Ardent‘, ‚Ariel‘ und ‚Albatroß‘.
Ferner aus zwei Torpedobootflottillen.
Zwei Munitionsschiffe, zwei Kohlenschiffe und ein Lazarettschiff sind der Division zuzuteilen.
Ein Geschwader unter dem Kommodore Prinz Louis von Battenberg (Flaggschiff: ‚Implacable‘) bleibt in Reserve, um die etwaige Annäherung einer französischen Flotte zu beobachten. Für den Fall, daß eine solche sich zeigt, hat die erste Division sich mit diesem Reservegeschwader unter dem Oberbefehl des Vizeadmirals Domvile zu vereinigen und die französische Flotte mit aller Energie anzugreifen, während es der zweiten Division überlassen bleibt, den Kampf mit der deutschen Flotte aufzunehmen. Die für den Angriff der ganzen Flotte gegebenen Befehle gelten alsdann allein für die zweite Division. Seiner Majestät Regierung erwartet, daß die Division im stande sein wird, auch ohne Hilfe der ersten Division den Feind zu besiegen. Sobald die Aufklärungsschiffe der zweiten Division die deutschen Wachtschiffe aus der Mündung der Westerschelde vertrieben haben, hat die linke Flügelgruppe der Schlachtschiffe das Feuer auf Vlissingen, die rechte auf die Landbefestigungen des südlichen Ufers zu eröffnen. Doch halten sich die Flügel nicht auf, sondern dampfen mit der übrigen Flotte weiter, und die ganze Division dringt bis gegen Antwerpen oder so weit vor, bis sie die deutsche Schlachtflotte trifft. Diese Flotte ist mit äußerster Energie anzugreifen.
Die näheren Bestimmungen über die Art des Angriffs bleiben dem Vizeadmiral Domvile überlassen.
Sollte sich wider Erwarten die deutsche Schlachtflotte beim Beginn des Angriffs in der Scheldemündung zu einem Vorgehen ihrerseits entschließen, so muß der kommandierende Admiral den Umständen gemäß nach eigenem Ermessen handeln, wobei in erster Linie zu berücksichtigen ist, daß mehr daran liegt, möglichst viele deutsche Schiffe wegzunehmen, als sie zu zerstören, um die genommenen Schiffe für den weiteren Verlauf des Krieges im eigenen Dienst zu verwenden.‘
Schweigend war der Prinz-Admiral dieser Vorlesung gefolgt. Deutlich spiegelte sich auf seinem Antlitz die Erregung wieder, in die das Gehörte ihn versetzt hatte.
„Eine starke innere Wahrscheinlichkeit spricht für die Echtheit dieser Ordre,“ sagte er nachdenklich, „aber ich möchte dafür doch noch andere und zuverlässigere Beweise haben; denn die Möglichkeit einer absichtlichen Irreführung ist nicht ausgeschlossen. Woher stammt dieses Schriftstück, Herr Major?“