„Und die Lady?“

„Herr Major! Es war ja eben die Lady, der das Unglück zustieß. — Sie ist unterwegs über Bord gegangen.“

Mit beiden Händen umklammerte Heideck die Lehne des vor ihm stehenden Stuhles. Jeder Blutstropfen war aus seinem Gesicht gewichen.

„Ueber — Bord? — Gott im Himmel, Mann — und sie ist nicht gerettet worden?“

Brandelaar schüttelte den Kopf.

„Nein, Herr Major! Sie wollte trotz des Sturmes durchaus auf Deck bleiben, obwohl van dem Bosch sie immer wieder aufforderte hinunter zu gehen. Als dann bei einer heftigen Bö das Pikfall brach, wurde sie von der heruntergeschleuderten Gaffel ins Meer geworfen. Bei der hochgehenden See war an Rettung nicht zu denken.“

Heideck hatte die Augen mit der Hand bedeckt. Ein dumpfes Stöhnen rang sich aus seiner heftig arbeitenden Brust und in seinem Inneren schrie eine Stimme:

‚Du trägst die Schuld! Freiwillig hat sie den Tod gesucht, und du warst es, der sie dazu getrieben!‘

Seine Stimme klang hart und spröde, als er sich zu dem Schiffer wandte und sagte:

„Ich danke Ihnen für Ihre Mitteilung, Brandelaar, lassen Sie mich jetzt allein.“ — —