Der Missionar sah Dankbarkeit, aber zugleich Stolz aus dem Gesichte des Königs leuchten, und offenbar war es dem Herzen des Despoten schmeichelhaft, zu denken, sein Name sei so mächtig und so weit gefürchtet, daß der weiße Mann in weiter Entfernung und mitten zwischen den Buern doch dem fernen Könige einen Dienst habe leisten wollen. Ein leises Gemurmel kam von den Lippen der Hofherren, als der König geendigt hatte. »Pezulu! Pezulu!« klang es leise, »der König des Himmels, der König der Könige. Die Völker kennen seinen Namen, die Nationen fürchten ihn.«
Dann fing Tschetschwajo von neuem an. »Bist du ein Induna?« fragte er.
»O nein,« rief der Missionar, »ich bin kein Induna. Ich bin der letzte der Diener eines unsichtbaren Herrn.«
Tschetschwajo schüttelte den Kopf. »Ich bin ein König,« sagte er, »aber du bist Panda, Tschetschwajos Vater.«
»Ich bin ein Lehrer,« versetzte der Missionar, »ich bin ausgesandt von meinem himmlischen Gebieter, sein Wort zu verkündigen.«
»Du bist kein Engländer und kein Buer, woher bist du?« fragte der König.
»Ich bin ein Deutscher,« antwortete der Missionar. »Deutschland ist ein Land, welches weithin nach Mitternacht neben England liegt.«
»Ist in dem Lande auch ein König?«
»Ja wohl, ein sehr mächtiger König. Er heißt Wilhelm.«
»Was hat er dir gesagt, als du von seinem Angesicht gingst? Hat er dir aufgetragen, Tschetschwajo zu besuchen?«