– Wundert Dich das? fragte Herr Czabo.

– Nein.

– Und doch scheint es so?

– Ich freue mich, daß der junge Kaiser in Semlin so treue Unterthanen hat.

– Wahrhaftig? So sind wir von gleicher politischen Farbe. Gefällt es Dir in meinem Hause?

– Gewiß, Herr Czabo. Sie sind sehr freundlich und Ihre Tochter ist die Güte selbst. Was kann eine arme Dienstmagd von ihrer Herrschaft mehr verlangen?

– Eine arme Dienstmagd? Ich meine, Du besitzest genug, um nicht für arm zu gelten.

– Ich bin so arm, lieber Herr, daß ich es kaum zu sagen vermag.

Der Apotheker trat dem jungen Mädchen näher und faßte sie scharf, aber freundlich in's Auge.

Kathi wich betroffen einen Schritt zurück und wandte sich rasch zu den Töpfen auf dem Heerde.