– Bitte, mein Herr, fuhr Czabo rasch fort – ich muß Ihnen bemerken, daß meine Tochter Braut ist und vielleicht in einigen Tagen schon ihre Verlobung feiert – mit einem braven jungen Manne. Sind Sie noch im Orte, so lade ich Sie hiermit dazu ein.
– Ich nehme die Einladung an. Wir trinken dann auf das Wohl des Kaisers.
– Und des wackern Generals Görgey! rief der Apotheker.
– Das Eine geht nicht ohne das Andere. Ich sehe, daß Sie – –
– Daß ich als Ungar eben so gut kaiserlich gesinnt bin, als Sie?
– Dazu gehört nicht viel! lachte der Korporal vor sich hin.
– Kathi, Kathi! rief der Apotheker durch die halbgeöffnete Thür.
– Gleich, Herr Czabo, gleich! hörte man die Stimme der Köchin im Hause rufen.
Der Korporal war zu Netti getreten und unterhielt sich halb leise mit ihr.
Kathi, die nach Tische ihre Toilette gemacht und den Ruß aus dem Gesichte und von den Händen gewaschen hatte, trat ein. Als sie den Korporal sah, der ihr den Rücken zuwandte, schwand auf einen Augenblick die Röthe ihres Gesichts, sie behielt jedoch äußerlich ihre Fassung.